M1 - OL: SVH Kassel - HSG Nieder-Roden 17:39 (6:18)
Das Spiel gegen Wallau forderte seinen Tribut, denn in der Woche nach dem unglücklich verlorenen Spitzenspiel gegen die SG Wallau musste Trainer Alexander Hauptmann ständig neue Hiobsbotschaften verkraften. Torhüter Marco Rhein hatte sich eine Adduktorenzerrung zugezogen, Timo Kaiser sich bei einer spektakulären Rettungsaktion eine schmerzhafte Rückenverletzung eingehandelt und Christopher Prinz plagte sich mit einer Schleimbeutelentzündung am Wurfarm. Stefan Seitel, Christian Schmid und Daniel Kegelmann fehlten krankheitsbedingt. Keine leichte Aufgabe für Alexander Hauptmann, die Baggerseepiraten auf das Spiel in Kassel vorzubereiten. Auch wenn der SVH Tabellenletzter ist, hat er doch dank Spieler-Neuverpflichtungen, in den letzten 3 Wochen gute Spiele abgeliefert, gegen Reinheim gelang sogar ein Heimsieg. Hauptmann nahm kurzerhand Jens Rhein als Torwart und den jungen Rene Schrod für den Rückraum mit nach Kassel.
Eine große Fangemeinde (50) unterstützte ihre Mannschaft bei dieser schwierigen Aufgabe. Die HSG begann mit Marvin Hoppenstaedt im Tor, auf den Außenbahnen mit Michael Weidinger und Björn Christoffel, im Rückraum mit Tim Henkel, Philipp Keller und Sebastian Schulz, am Kreis mit Dirk Etzel. Die Baggerseepiraten standen in der Abwehr von Anfang an sehr offensiv, was die Einheimischen in große Verlegenheit brachte. Kassel fand nicht ins Spiel, versuchte mit Einzelaktionen zum Torerfolg zu kommen. Ihren Meister fanden sie in HSG Torwart Marvin Hoppenstaedt, der sich mit Unterstützung von Marco Rhein durch Videoanalysen gut auf den Gegner vorbereitet hatte. Die HSG spielte im Angriff schnell und variationsreich, kam auch über Tempogegenstöße immer wieder zum Torerfolg. So entwickelte sich ein ziemlich einseitiges Spiel, das aber für Trainer Hauptmann wichtige Erkenntnisse brachte. Besonders das Spiel über den Kreis klappte sehr gut und Dirk Etzel konnte 9 Treffer erzielen. Auch Neuzugang Tim Henkel fand immer besser ins Mannschaftsspiel und erzielte ebenfalls 9 Tore. Sebastian Schulz verwandelte sicher die 7-m Strafwürfe und kam auf 9/5 Torerfolge. Philipp Keller in seiner gewohnten Rolle als Spielmacher setzte immer wieder Akzente mit seinen Spielideen.
Trotz der HSG Überlegenheit jubelten die HSG Fans lautstark bei spektakulären Toraktionen und das waren in diesem Spiel ziemlich viele. In der Unterstützung ihres Teams landeten die HSG Fans weit vor den Kasselanern.
Der Spielfilm zeigt die HSG schnell mit 1:7 in Front(10.Min), die dann den Vorsprung kontinuierlich bis zum Halbzeitstand von 6:18 ausbaute. In der zweiten Hälft das gleiche Bild. In der 42.Min. schon eine 20-Tore Führung, die zum Schluß auf 22 Tore anwuchs (17:39). So gelang der HSG lt. Ligastatistik der höchste Heimsieg mit 46:23 und der höchste Auswärtssieg mit 17:39 gegen den SVH Kassel in der bisherigen Spielzeit.
Wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel war es, dass trotz des großen Aderlasses an Spielern die HSG in der Lage war, ein so deutliches Ergebnis zu erzielen.
Die 2-wöchige Pause soll zur Rekonvaleszenz genutzt werden, denn am Samstag, den 25.2. steht um 19.30 das schwere Auswärtsspiel beim heimstarken TUS Holzheim auf dem Spielprogramm. Holzheim hat in den früheren Begegnungen der HSG immer alles abverlangt und so wird auch diese Partie von Kampf und Leidenschaft geprägt sein.
Mannschaft: Marvin Hoppenstaedt 1.-35/39.-60. 23 Paraden, Jens Rhein 35.-39. 1 Parade; Sebastian Schulz 9/5, Dirk Etzel 9, Rene Schrod 1,Nils Lenort 2, Björn Christoffel 4, Michael Weidinger 3, Philipp Keller 2, Tim Henkel 9;
Spielfilm; 1:7 (10.),4:11 (23.), 5:16 (29.) 6:18---7:22(34.), 8:28 (42.),11:32 (48.), 13:37 (55.), 17:39;
7-m HSG 6/5- SVH 2/2
2-min HSG 1-SVH 5 + rote Karte 27.Min für Suton nach Tätlichkeit gegenüber Christoffel
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